Formen


Da die Vorder- und Hintergliedmaßen des Pferdes unterschiedliche Funktionen und Formen besitzen, die Vorderhand hat eine kreisrunde Form und die Hinterhand eine spitzrunde Form, sind die Hufeisen unterschiedlich geformt.

Werden an das Pferd oder den Huf spezielle Anforderungen gestellt, werden Spezialhufeisen hergestellt, die die gewünschte Eigenschaften oder Funktionen unterstützen oder ungewünschte Eigenschaften unterbinden sollen.

–         Ein Hufeisen mit Zehenkappe ist die Standardform. Bei dieser Form wird die vordere Zehenspitze des Hufes wird ein wenig weggeraspelt, damit die flache Zehenkappe des Hufeisens gut aufliegen kann. Im Rennsport wird diese Form häufig gebraucht, um das Abrollen zu beschleunigen.

–         Hufeisen mit Seitenkappen (Seitenaufzüge): Dieses Hufeisen wird oft benutzt, wenn der Huf spröde ist oder Teile des Hufes ausgebrochen sind.

–         Armeehufeisen: Das Hufeisen besitzt eine höhere Anzahl von Nagellöchern in einem Hufeisenschenkel obwohl nicht mehr Nägel benutzt werden. Es steckt die Idee dahinter ein evtl. unter Feldbedingungen schlecht gerichtetes Hufeisen besser beschlagen zu können.

–         Hufeisen mit offener Zehe („Verkehrtes Eisen“): Ein normal passendes Hufeisen wird verkehrt herum (offene Seite unter die Zehe) genagelt. Dies erlaubt es Pferden mit langer Zehe („spitzwinkeliger Huf“), diese vermehrt abzunützen.

–         Geschlossene Hufeisen (Rundeisen): Diese Form wird häufig verwendet, um zu vermeiden, dass der Huf auf der Ballenseite zu stark abgetreten wird.

–         Halbmondeisen: Bei diesem Hufeisen fehlen die hinteren Schenkel (Ruten). Es wird daher nur unter der Zehe aufgenagelt.

–         Keileisen: Die Schenkel dieses Hufeisens erhöhen sich von der Zehenspitze an zum hinteren Ende. Diese Eisen werden oft zur Stellungskorrektur oder bei Erkrankungen benutzt.

–         Ovaleisen (Eiereisen, Ringeisen): Bei dieser Form wird eine höhere Auflagefläche geboten.

–         Stegeisen: Dieses Hufeisen ist hinten geschlossen. Dadurch wird einen Teil der wirkenden Kräfte aufgenommen und die Trachten werden entlastet.

–         Strahlbeineisen: Die Schenkelenden dieses Hufeisens sind verdickt. Hiermit wird eine Verminderung des Druckes auf das Strahlbein bewirkt.

–         Herzeisen: Dieses Hufeisen ist ein als Unterstützung des Strahl gedachtes Eisen.

–         Bügeleisen: Statt eines Steges hat dieses Hufeisen einen Bügel.
Hufeisenform

–         Pantoffeleisen: Bei dieser Form des Hufeisens sind die Schenkel innen erhöht. Diese Hufeisen benutzt man bei Trachtenzwang, um ein Zusammenziehen zu vermeiden und ein Ausdehnen zu unterstützen.

–         Pilzeisen: Die Form dieses Hufeisens ist pilzförmig. Der „Stiel des Pilzes“ liegt auf dem Strahl auf und kann somit die Eckstreben entlasten.

–         Wandgängereisen: Bei diesem Hufeisen ist eine Seite stark verbreitert oder sogar vertikalen halbiert. Diese Form wird bei Pferden angewendet, die eine Seite des Hufes sehr stark belasten und somit stark abnutzen.
Hufeisenform
–         Slidingeisen: Die Schenkel dieses Hufeisen sind nach hinten offen und verlängert. Diese Form garantiert dem Pferd beim Sliding(gleiten) die Schonung der Trachten und bewirkt eine Verlängerung des Gleitweges.

–         NBS-Hufeisen (Natural Balance Shoes): Die Zehenrundung dieses Hufeisens ist abgeflacht und verstärkt. Hiermit wird der Abrollpunkt zurückversetzt. Diese Form wird vor allem im Springsport angewendet.

–         Klaueneisen: Vor allem Arbeitstiere wie Rinder und Büffel bekommen normalerweise Klaueneisen.

Als professioneller Hufschmied beherrsche ich alle Techniken des traditionellen und modernen Hufbeschlags. Gerne können Sie mich auch direkt kontaktieren. Ich freue mich auf Sie. Meine Kontaktdaten lauten:

Hufschmied Thomas Graw

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